Unterrichtsausfall

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Letzte Aktualisierung am:

19.07.2015 17:32

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Unterrichtsausfall und Vertretung - Regelungen für Oberschule, Hauptschule und Realschule

Wie Sie alle aus Zeitung oder Fernsehen wissen, ist die Lehrerversorgung an niedersächsischen Schulen bei weitem nicht ausreichend. Das kann Ihnen schon beim Stundenplan auffallen, der gelegentlich nicht ganz die für die jeweiligen Klassen vorgeschriebene Stundenzahl einhält und wo vielleicht mangels Fachlehrern auch einige Fächer gar nicht oder nur in einem der beiden Halbjahre unterrichtet werden.

Ganz offensichtlich wird dieser Mangel jedoch erst, wenn Lehrerinnen und Lehrer krank werden oder aus anderen (dienstlichen!) Gründen ihren Unterricht nicht erteilen können. Eine Vollzeitlehrkraft muss jeden Tag fast lückenlos von der ersten bis zur letzten Stunde Unterricht erteilen und so wäre unsere Personalreserve für  Vertretungsfälle dieser Art komplett erschöpft, wenn wir nicht glücklicherweise noch auf unsere flexiblen Teilzeitlehrerinnen zurückgreifen könnten. Aber wir sind natürlich verpflichtet, Ihre Kinder  nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Deshalb gehen wir in solchen Fällen nach folgendem Prinzip vor:

Wenn absehbar ist, dass eine Lehrkraft am nächsten Tag nicht da sein wird, fällt der entsprechende Unterricht in den ersten und letzten Stunden aus. Die Kernzeiten, also die 2.- 5. Stunde, versuchen wir durch Vertretungsunterricht abzudecken. Dabei suchen wir zunächst nach Lehrkräften, die in der entsprechenden Klasse unterrichten, die also ihren normalen Unterricht in dieser Zeit weiterführen können. Die zweitbeste Lösung wird ein Fachlehrer sein, der sich rasch einen Überblick über den Lernstand der Klasse verschaffen und sinnvoll dort ansetzen kann. Erst wenn das beides nicht greift, muss ein anderer freier Lehrer diese Klasse beaufsichtigen und wird dort Verkehrsunterricht oder anderen lehrplanunabhängigen Unterricht erteilen. Sollten jedoch überhaupt zu wenig freie Lehrer verfügbar sein, (und damit müssen wir immer wieder einmal rechnen!) kann es sogar passieren, dass eine Klasse einen unterrichtsfreien Tag erhält.

Schwierig wird es natürlich, wenn der Vertretungsplaner erst morgens vom Fehlen eines Kollegen erfährt. In dieser Situation wird nach Möglichkeit ein Lehrer angerufen, der die erste Stunde frei hat. Gibt es einen solchen “glücklichen” Kollegen nicht, muss ein Lehrer der Nachbarklasse die unbetreute Klasse mit beaufsichtigen und versuchen, sie sinnvoll zu beschäftigen.

Nun wissen Sie sicher selbst, dass es Zeiten im Jahr gibt, in denen sich Krankheiten häufen und vielleicht auch mit anderen Fehlzeiten zusammentreffen. Im schlimmsten Fall rufen morgens vor Unterrichtsbeginn mehrere Kollegen den Vertretungsplaner an und melden sich krank. Dann kann es vorkommen, dass wir überhaupt keine Möglichkeit mehr sehen, die betroffenen Schüler zu beaufsichtigen. Wir können und dürfen aber Ihre Kinder - vor allem, wenn sie in der Gruppe zusammen sind! - nicht eine Stunde allein lassen. In einem solchen Dilemma greifen wir gelegentlich zum äußersten Mittel und schicken die Kinder einer Klasse gleich morgens wieder nach Hause – unangenehm für Sie, aber auf Grund der Rechtslage für uns unvermeidlich. Seien Sie aber versichert, dass wir dieses Mittel nur im Extremfall anwenden und dass wir weiterhin versuchen, die Belastung für die einzelnen Klassen möglichst gerecht zu verteilen. Bedenken Sie bei Ihrem berechtigten Unbehagen über Unterrichtsausfall außerdem, dass ein unterrichtsfreier Tag mit sinnvollen Hausaufgaben für Ihre Kinder vielleicht mehr bringt, als vier oder fünf Stunden Vertretungsunterricht bei fremden Lehrern. Und berücksichtigen Sie schließlich, dass jede Stunde Vertretung Mehrarbeit für die betroffenen Lehrkräfte bedeutet, die dann ihrerseits in der Zukunft die Lehrerversorgung weiter verschlechtern wird. Denn auch bei uns müssen Überstunden irgendwann abgebaut werden, weil eine finanzielle Abgeltung ausgeschlossen ist.

Dabei geht übrigens der Gesetzgeber von dem Grundsatz aus – für Eltern oft schwer zu begreifen! – dass Kinder ab der 5. Klasse zu Hause nicht mehr ständig beaufsichtigt werden müssen.

  Wilhelm Raabe Schule Hameln
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