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Wilhelm-Raabe-Schule - Gemeinsam für morgen lernen!

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Letzte Aktualisierung am:

18.05.2015 12:15

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(DEWEZET v. 07.07.2006)

Jung und Alt - Begegnungen der anderen Art

Aber beim Umgang miteinander wächst das Verständnis füreinander / Jugendliche lernen fürs Leben

VON MARC FISSER
 

Hameln. Was Hans J. (76) ärgert: Wenn er in einen mit Schülern gefüllten Bus steigt - und sich keiner der jungen Leute veranlasst sieht, ihm den Sitzplatz zu überlassen. Was Florian K. (15) nervt: Wenn sich "so ein Motzkeks" fuchtelnd und fauchend vor ihm aufbaut und barsch den Sitz einfordert. Zwischen Jung und Alt gibt es leicht, nennen wir es: Kommunikationsprobleme. Das war zwar auch schon früher so, doch offensichtlich ist die Kluft zwischen den Extremen des Alters tiefer geworden. Andererseits bauen viele Menschen gerade auch in Hameln und Umgebung engagiert Brücken zwischen Jugend und Senioren - zum allseitigen Nutzen.

Früher wohnten Enkel und Großeltern oft unter einem Dach - heute vielfach nicht einmal am gleichen Ort. Früher wurden Oma und Opa, wenn sie pflegebedürftig wurden, in der Familie betreut - heute bleibt für viele nur das Heim. "Oft wird erst nach dem Tod erkennbar, dass diese Menschen Angehörige hatten", bedauert Edeltraud Sievers (79). Sie vermittelt seit gut 20 Jahren Kontakte zwischen den Generationen. Klaus-Dieter Jösten von der Hamelner Jugendwerkstatt sieht Alt und Jung durch Vorurteile getrennt. "Indem wir wieder Umgang miteinander finden, können wir sie abbauen", meint er. Es gibt Projekte, die ihm Recht geben, einige Beispiele aus Hameln:

Die Altenheime halten Verbindungen zu Kindergärten oder Schulen mit Besuchen, bei denen geredet, gespielt, gebastelt wird.

Das Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) hat unter der Überschrift "Alt trifft Jung" das Sozialpraktikum für seine Neuntklässler verbindlich gemacht: Jeder Teilnehmer pflegt acht Wochen lang den Kontakt zu einem alten Menschen - und im Idealfall darüber hinaus.

Der Kinderschutzbund in Hameln betreibt eine "Großeltern-Vermittlung".

Der offene Treffpunkt A.R.A. (Alte Marktstraße 2) und die benachbarte Kindertagesstätte "Altstadtmäuse" kooperieren.

Im Mehrgenerationenhaus (Feuergraben 14) begegnen sich die Krabbelgruppe und der Seniorenkreis, es gibt offene Frühstücke und eine Hausaufgabenhilfe.

Für Hilke Meyer von Hamelns Jugend- und Seniorenbüro ist es wichtig, dass die Zusammentreffen der Generationen eine "natürliche Basis" haben und von Dauer sind. "Dann entwickelt sich Verständnis füreinander, und beide Seiten haben etwas davon." Das bestätigt Gudrun Hellert vom Kinderschutzbund: Sie hat bislang zehn Möchte-gern-Großeltern in interessierte Familien vermittelt - und alle Beteiligten seien begeistert. "Der Kontakt hält mich lebendig", sagt eine Seniorin, die keine eigenen Enkel hat. Hellert beschreibt, die Eltern fühlten sich entlastet, wenn ihnen ein älterer Mensch zur Seite stehe. Und die Kinder hätten ihre Freude, wenn ihnen "Oma" oder "Opa" vorlesen oder sie zum Eis essen einladen. Meyer lobt auch Beziehungen, bei denen sich die junge Familie um Einkauf oder Garten des älteren Nachbarn kümmert und dafür Babysitter- oder Nachhilfedienste erhält - oder den leckeren Apfelkuchen nach uraltem Rezept.

Dr. Gerhard Bulczak, Vorsitzender des Seniorenbeirates, erinnert daran, dass 17.000 Ältere in Hameln leben. Ihr Anteil an der Bevölkerung werde weiter wachsen. Viele dieser Bürger seien ehrenamtlich tätig, "gerade auch zum Wohle unserer Jugend". Eine "steigende gesellschaftliche Mitverantwortung der Senioren, die bei insgesamt besserer Gesundheit immer älter werden", sieht Norbert Raabe. Der Geschäftsführer der Paritäten "schickt niemanden weg, der sich engagieren möchte". Seine Freiwilligen-Agentur vermittelt Kontakte, etwa über den "Mobilen Bücherdienst", bei denen Jüngere behinderten Älteren Literatur aus der Stadtbücherei holen - und mit ihnen natürlich auch über das Leben reden.

"Das Gespräch ist sehr wichtig", weiß Inga Heyen. Die Heimleiterin der Julius-Tönebön-Stiftung beobachtet, dass Jugendliche beeindruckt sind, wenn gebrechliche Alte geistige Fitness beweisen - etwa indem sie Gedichte aus der Schulzeit vortragen. "Die Jugendlichen erfahren bei den Treffen viel, was sie vorher nicht wussten", erklärt Heyen. Zumeist gehe es darum, wie das Leben früher war, was der Mensch geleistet, welche Schicksalsschläge er erlitten hat. Superintendent Philipp Meyer hielte es "für verheerend, wenn jede Generation ihre eigenen Erfahrungen zum Beispiel mit den Schrecken des Krieges machen müsste".

"Ich habe gemerkt, dass man sehr gut und angeregt mit älteren Leuten sprechen kann, wenn beide bereit sind, einen Schritt aufeinander zuzugehen", berichtet AEG-Schülerin Vanessa Maschke (seit gestern 16) nach ihrem Sozialpraktikum. Hat sich ihre Einstellung zu älteren Menschen geändert? "Ja, vor dem ersten Treffen dachte ich, dass es langweilig wird, dass wir nicht genug Gesprächsthemen haben würden. Doch wir hatten beide viel Spaß." Geredet habe sie mit "ihrer" Seniorin, Sigrid Hellmann, auch über Berufswünsche und Beziehungsfragen. Die 68-jährige Hellmann findet es wichtig, "dass wir Alten nicht abgeschrieben sind und die Jugend Interesse an uns hat. Die Kinder sehen dann, dass auch wir gute Ideen haben."

"Die Großeltern- und die Enkelgeneration verstehen sich oft besser als die Jugendlichen und ihre Eltern", stellt Werner Schmidt fest. Durch die Begegnung mit alten Menschen entwickele sich "ein Gefühl für deren Situation und Schwächen", sagt der Leiter der Wilhelm-Raabe-Realschule. In seinem Haus gibt es seit 1985 die "Ambulante Seniorenbetreuung" als Arbeitsgemeinschaft; im vorigen Jahr meldeten sich 46 Mädchen und Jungen zu dem prämierten Projekt.

"Die Schüler profitieren stark von diesen Erfahrungen", ist Schmidt überzeugt. Im Linienbus haben sie dann einen Blick für das Bedürfnis der weniger agilen Alten, während der Fahrt sicher zu sitzen. Umgekehrt finden Senioren, die Kontakte zur Jugend haben, leichter den richtigen Ton. "Jüngere Menschen sind heute nicht weniger hilfsbereit, sondern häufig nur unsicher", urteilt Uwe Fenner vom "Institut für Stil und Etikette" in Berlin. Durch das Miteinander entwickelt sich das Füreinander.

 

Rücksicht und Verständnis lernen 

Hameln (lor). Mit alten Menschen spazieren gehen, für sie einkaufen oder mit ihnen reden – das haben sich Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule zur Aufgabe gemacht. Ihr freiwilliges Engagement wird regelmäßig durch Seminare unterstützt. 

31 Schüler der Raabe-Schule nahmen am diesjährigen Tagesseminar der AG „Seniorenbetreuung“ teil. Für die 27 Mädchen und drei Jungen eine Gelegenheit, ihre Erfahrungen über die ehrenamtliche Betreuung der Senioren auszutauschen und Neues über den Umgang mit den alten Menschen zu lernen. „Die Schüler sind hochmotiviert und engagiert, mit denen macht das Arbeiten einfach Spaß“, so Monika Bartschs, freiberufliche Pflegeberaterin, erster Eindruck der Seminarteilnehmer zwischen zwölf und 16 Jahren. Hans-Dietrich Gruhl, ehrenamtlicher Helfer beim Paritätischen und Mitbegründer der Schul-AG, geht noch einen Schritt weiter: „Diese Jugendlichen räumen mit dem dummen Klischee auf, die jungen Menschen seien selbstsüchtig und kümmerten sich nicht um andere Menschen.“ So bedankt sich Gruhl bei den Jugendlichen und macht die Bedeutung des freiwilligen Engagements der Jugendlichen deutlich, die mit den Senioren spazieren gehen, für sie einkaufen oder einfach nur mit ihnen reden. Wie wichtig der persönliche Kontakt, das Gespräch und die Zuwendung für die Senioren sind, versucht Monika Bartsch den Jugendlichen durch Gruppenspiele, intensive Diskussionen und anschauliche Beispiele nahe zu bringen. Da wird einem Seminarteilnehmer kurzerhand ein Helm aufgesetzt, Zeitungen auf den Rücken gebunden und Handschuhe angezogen, um dann in einem fiktiven Einkaufsbummel die Probleme der körperlichen Einschränkungen älterer Menschen aufzuzeigen. Durch das jährliche Tagesseminar versuchen die Initiatoren, insbesondere auch die Jugendlichen zu motivieren, indem sie die Bedeutung ihres Engagements für die Senioren gemeinsam „herausarbeiten“. AG inzwischen fester Bestandteil der Schule In der Wilhelm-Raabe-Schule ist die Schul-AG „Seniorenbetreuung“ inzwischen ein fester Bestandteil des schulischen Lebens geworden. Die erfolgreiche Arbeitsgemeinschaft ist dabei gutes Beispiel für das soziale Lernen außerhalb der Schule, das von den ehrenamtlichen Helfern des Paritätischen gefördert wird, und gibt den Jugendlichen die Chance, wichtige Erfahrungen im Umgang mit alten Menschen zu sammeln. Daher freuen sich die Lehrerin Ulrike Moeck, die die AG von Seiten der Schule betreut, und Edeltraud Sievers, ehrenamtliche Betreuerin vom Paritätischen, die die sozialpädagogische Begleitung übernommen hat, natürlich auch immer besonders über neue Mitglieder in der Schul-Arbeitsgemeinschaft. © Dewezet, 09.02.1998

 

Rat für die Jungen, die den Alten helfen 

Hameln (cz). Schon seit vierzehn Jahren engagiert sich die Schul-Arbeitsgemeinschaft der Wilhelm-Raabe-Realschule in Kooperation mit dem Paritätischen für ältere Mitmenschen. Jetzt hatten die Schüler Gelegenheit, sich Rat von professioneller Seite zu holen. 

Edeltraud Sievers, außerschulische Partnerin des Paritätischen für die Schul-AG, ist immer wieder begeistert über die motivierten Schüler. „Immer mehr Jugendliche engagieren sich ehrenamtlich und helfen Senioren über die Vereinsamung hinwegzukommen“, stellt sie fest, und „trotzdem könnten es noch mehr werden.“ Alltägliche Verrichtungen wie das Schieben des Rollstuhls, Einkäufe und Schreibarbeiten werden von den ehrenamtlichen Jugendlichen durchgeführt. „Manchmal springt schon das ein oder andere Taschengeld heraus“, erklärt eine Schülerin. Ulrike Moeck, Leiterin der Schul-AG an der Wilhelm-Raabe-Schule ist optimistisch für die Zukunft, denn immer mehr Schüler engagieren sich und schließen Freundschaften mit den älteren Menschen. „Die Schüler kommen zum Teil schon aus der siebten Klasse zu uns“, berichtet Ulrike Moeck. Auf der Tagesordnung stand beim diesjährigen Tageseminar die rechtliche Situation im Alter. Monika Bartsch, Berufsbetreuerin und ehemalige Leiterin der Ambulanten Pflege beim Paritätischen, klärte über zunehmende Probleme im Alter und geeignete Vorsorge auf. Ihr geht es vor allem darum, dass die Schüler „ein Stück aus dem Leben mitnehmen“. Wer sich für die Aktivitäten der Schul-AG interessiert, kann sich bei Edeltraud Sievers unter der Hamelner Rufnummer 57610 melden. © Dewezet, 08.02.1999

 

Schüler betreuen ehrenamtlich Senioren 

Hameln (kr). Seit 15 Jahren besuchen regelmäßig Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Raabe-Realschule Senioren. Spazierengehen, Eisessen, Unterhalten oder Lesen, die freiwilligen Helfer kommen wöchentlich zu den Senioren ins Heim oder nach Hause. 

Die 91-jährige Käthe Ronnigkeit lebt im Seniorenzentrum Weserbergland und freut sich über die Besuche von Ramona Fahnert. Das junge Mädchen hatte sich vor über einem Jahr freiwillig gemeldet. „Ich bin ins Seniorenheim gegangen und habe da Frau Ronnigkeit gesehen und wusste sofort, dass ich sie betreuen möchte“, erzählt die freiwillige Helferin Ramona Fahnert, die jede Woche mehrere Stunden mit der Seniorin verbringt. Die Tochter von Käthe Ronnigkeit freut sich auch: „Da ich seit über 35 Jahren in Florida lebe, kann ich nicht so oft nach Hameln kommen. Daher freut es mich, dass sich jemand um meine Mutter kümmert. Ich bin dem Paritätischen und auch der Schule sehr dankbar dafür.“ Die Schul-AG wurde mit Unterstützung des Paritätischen vor 15 Jahren ins Leben gerufen. Die Kooperation und die gute Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Raabe-Realschule kamen durch den damaligen Hamelner Kontaktbeamten Klaus-Dietrich Gruhl zustande. Seitdem leitet die ehrenamtliche Helferin des Paritätischen, Edeltraud Sievers, das Projekt: „Ich sorge dafür, dass die Senioren und die Schülerinnen und Schüler zusammenkommen. Es freut mich immer wieder, wenn es so gut läuft wie bei Frau Ronnigkeit und Ramona.“ © Dewezet, 10.06.2000

Nach dem Unterricht ins Altenheim 

Hameln (kie). Junge Menschen und Senioren - ein Verhältnis, das oft nicht frei von Problemen ist. Umso bemerkenswerter, dass es an der Wilhelm-Raabe-Schule eine Gruppe von Schülerinnen gibt, die in ihrer Freizeit in Seniorenheime gehen, um sich mit den älteren Menschen zu beschäftigen. 

Jetzt fand für die vom Paritätischen unterstützte Schul-AG ein Seminar statt, wo die Schülerinnen über ihre Erfolge und Probleme sprechen konnten. „Sie sollen Gelegenheit haben, ihre unterschiedlichen Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen“, sagt Regina Heller, Leiterin der Freiwilligen-Agentur im Paritätischen. Ziel solle sein, dass die Schüler sich besser kennen lernten und untereinander ihre Probleme besprechen. 13 Wilhelm-Raabe-Schülerinnen gehen nachmittags zu Senioren, gehen mit ihnen spazieren, lesen oder sprechen einfach nur mit ihnen. „Es ist schön, dass sich die Schüler auch für solche sozialen Hilfsleistungen begeistern können“, freut sich Ulrike Moeck, Lehrerin an der Wilhelm-Raabe-Schule, die die Schul-AG seit nunmehr 16 Jahren betreut. Laut Plan ist für die AG nachmittags eine Stunde in der Woche vorgesehen, in der sich die Mädchen um die Senioren kümmern. Oft werden auch noch zu anderen Zeitpunkten Treffen verabredet. „Ich gehe manchmal auch am Wochenende noch ins Seniorenheim“, erklärt Jessica (15). Grund: „Es macht einfach Spaß.“ Auch für Olga (16) und Julia (15) ist es interessant, die Ansichten von Menschen einer völlig anderen Generation zu hören. Gefördert wird die AG von Edeltraud Sievers, die im Paritätischen die ehrenamtlichen Helfer betreut. Die Gruppe soll auch zukünftig weiter bestehen. „Vielleicht können wir auch noch einige Jungen dafür gewinnen.“ © Dewezet, 11.12.2000

„Wir bringen den Sonnenschein“: Hilfe kennt keine Altersgrenze 

Von Kerstin Hasewinkel 

Hameln. Als Eilert Lüpkes 1995 aus seiner Tätigkeit bei einer Versicherung in den Ruhestand ging, wollte der heute 61-Jährige seine neu gewonnene Freizeit mit etwas Sinnvollem füllen. „Nicht, dass ich zu Hause nicht genug zu tun hätte“, schmunzelt Lüpkes, dessen Frau noch berufstätig ist. Fest stand für ihn: „Ich kann mich nicht einfach so zur Ruhe setzen.“ Schließlich ging er einfach zum Paritätischen, „weil da viele Verbände unter einem Dach sind“. Lüpkes, der in Pewsum/Ostfriesland geboren wurde und 1973 nach Hameln kam, wollte anderen Menschen, denen es schlechter geht, helfen. „Ich mache das auch irgendwie in der Hoffnung, dass, wenn ich mal alt bin, sich auch jemand um mich kümmert.“ Einmal in der Woche betreut Lüpkes die 91 Jahre alte Erna Lensch. 

Kurz und knapp beschreibt der Hamelner seine Aufgabe: „Die Pflegeversicherung bringt die Pflege, wir bringen den Sonnenschein.“ So macht der Vater einer erwachsenen Tochter kleine Besorgungen, kümmert sich um Post, hilft beim Ausfüllen umständlicher Formulare oder beim Umgang mit Behörden, lädt zum Stadtbummel ein oder sitzt einfach nur bei einer Tasse Kaffee zu einem Plausch mit der Seniorin zusammen. Gegründet wurde das Projekt von Klaus-Dietrich Gruhl. „Diese Menschen haben ein Leben lang ihre Pflicht getan, jetzt nehmen wir ihnen ein paar alltägliche Dinge ab.“ Derzeit sind es 15 Ehrenamtliche, die die Senioren zu Hause besuchen. Außerdem gibt es an der Wilhelm-Raabe-Schule eine Senioren-AG aus Schülern, die ebenfalls alte Menschen betreuen.  Hier sind derzeit 13 Schüler engagiert. „Ich finde es ganz toll, dass die Jugendlichen an die Altenarbeit herangeführt werden“, so Lüpkes, der sich auch in der Jugendarbeit engagiert. Denn in seinem zweiten Ehrenamt kümmert er sich bei Tivis Märchenspiel um verschiedene Aufgaben. Nach dem Tod von Freya Markus, die bekanntlich jahrzehntelang „Mutter“ des Weihnachtsmärchens war, hatte sich ein Elternverein gegründet, der die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen weiterführen und für eine Fortsetzung der Theatergruppe sorgen sollte – mit Erfolg. Denn Ende Januar wurde „Dornröschen“ von den Kindern aufgeführt. „Freya Markus war jemand, der von 7.30 bis 21.30 für die Jugendlichen da war. Das zu ersetzen, ist unendlich schwierig“, weiß Lüpkes, der auch unter der Regie der „Märchentante“ schon mitgeholfen hat. „Ich mache alles, was anfällt“, sagt der 61-Jährige, der Jung und Alt zusammenbringen möchte. „Es wäre toll, wenn Rentner arbeitslosen Jugendlichen helfen würden und ihre Kontakte nutzen, um ihnen eine Ausbildung zu verschaffen“, schwebt ihm vor. Seine Frau ist im Übrigen froh über sein Engagement – „die hat mich mehr oder weniger losgeschickt“. Probleme zwischen berufstätiger Frau und Mann in Rente – das gibt es im Hause Lüpkes nicht. © Dewezet, 31.01.2001

 

Schüler helfen Senioren – seit 1985 schon 

Hameln (ey). „Ambulante Seniorenbetreuung“ heißt eine Arbeitsgemeinschaft an der Wilhelm-Raabe-Schule – seit 1985 besteht sie schon. Ziel der AG: dass Generationen aufeinander zugehen. Statt grauer Theorie soziale Bildung in der Praxis. 

Die Schülerinnen und Schüler werden von Lehrerin Ulrike Moeck im Unterricht vorbereitet. Sie gehen dann in ihrer Freizeit – meistens zu zweit – in private Haushalte und auch in Heime, um alte Menschen zu betreuen. Sie fahren die Senioren im Rollstuhl aus, erzählen und spielen mit ihnen, kaufen für sie ein. Etwa eine bis zwei Stunden die Woche widmen die Schülerinnen und Schüler der AG in ihrer Freizeit den Senioren. Und damit das Ganze auch gut funktioniert, nehmen sie jedes Jahr einmal an einem Tagesseminar teil, in dem Theorie und Praxis über Themen des Alters vermittelt werden. Seit Bestehen der AG wurden bereits 282 Senioren von 17 bis 25 Schülerinnen und Schülern betreut. Für die jetzige AG, die immer nach den Sommerferien neu entsteht, hatten sich sogar 46 Jugendliche angemeldet – die Bereitschaft zur generationsübergreifenden Hilfe ist also groß. Betreut wird das Engagement auch vom Paritätischen in Hameln, und zwar dort von Edeltraud Sievers, die die Kontakte zwischen den Schülern und Senioren vermittelt. © Dewezet, 09.04.2002

 

  Wilhelm Raabe Schule Hameln
  Jahrgänge 1-6:                        Königstraße 71  -  Tel. 05151 958131  -  FAX: 05151/95 81 34  -  E-Mail: ghs8@hameln.de
  Jahrgänge 7-10 (außer HS 10): Lohstraße 9   -  Tel. 05151/202 13 45  -  FAX: 05151/92 45 57  -  E-Mail: wrs@hameln.de