Hausaufgaben

Gemeinsam für morgen lernen!

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Letzte Aktualisierung am:

26.08.2014 10:33

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Hausaufgaben müssen sein!

Schülerinnen und Schüler stöhnen, Eltern regen sich auf  und Lehrerinnen und Lehrer verzweifeln am Morgen danach – Hausaufgaben in der Schule sind ein immer wiederkehrendes Problem und kosten alle Beteiligten viele Nerven und viel Kraft.

Außerdem wächst leider die Zahl derjenigen Schülerinnen und Schüler, die unregelmäßig oder sogar nie ihre Hausaufgaben anfertigen. Wir haben in vielen Fällen den Eindruck, dass die Eltern dieser Kinder Hausaufgaben für weniger wichtig halten und ihre Kinder nicht dazu anhalten, ihre Hausaufgaben regelmäßig zu erledigen.

Dabei könnte alles so einfach sein: gelernt wird morgens in der Schule, nachmittags haben die Schülerinnen und Schüler Zeit für andere Dinge und alle haben ihren Frieden. Doch genau das geht leider nicht!

Hausaufgaben sind wichtig!

In fast allen Fächern ist es unverzichtbar, dass sich Ihre Kinder auch allein, in Ruhe und ohne Hilfe, mit dem gelernten Schulstoff auseinandersetzen. Dazu gehört die Übung und Sicherung des Gelernten – z.B. das Rechnen weiterer Aufgaben, das Lernen von Vokabeln, das Anwenden von grammatischen Regeln in neuen Textzusammenhängen – aber auch die persönliche Gestaltung von Arbeitsergebnissen wie z.B. das Anfertigen von Mappen für die Sachfächer Erdkunde, Geschichte, Biologie oder Physik. Dafür ist morgens im Unterricht in der Regel zu wenig Zeit und zwischen vielleicht 28 anderen Kindern auch oft nicht die nötige Ruhe.

Zumindest aber in der Oberschule können wir einen Teil der Hausaufgaben sogar in den Nachmittagsbereich verlegen. Am Klassenlehrertag oder auch zu anderen Terminen werden die Kinder angeleitet, wie sie am besten und schnellsten ihre Aufgaben ordentlich erledigen und sie erhalten auch Hilfen von den Betreuern.

Hausaufgaben sind vom Gesetzgeber gewollt - siehe den Erlass dazu!

Auch der Gesetzgeber / das Kultusministerium bezieht hier eindeutig Stellung und ist der  Ansicht, dass
„Hausaufgaben den Unterricht ergänzen und den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler unterstützen“.
Und weiterhin: Hausaufgaben dienen...
„- der Übung, Anwendung und Sicherung ...
- der Vorbereitung...
– der Förderung der selbständigen Aus­­einandersetzung mit Unterrichtsge­genständen und frei gewählten Themen.“

Darauf müssen Lehrerinnen und Lehrer achten

- Lehrerinnen und Lehrer müssen ihre Hausaufgabenpraxis mit den Klassenelternschaften – nicht mit allen Eltern einzeln! – erörtern und abstimmen. Möglichst schon auf dem ersten Elternabend sollte daher darüber gesprochen werden, wie Sie als Eltern verfahren, wenn es einmal wichtige Gründe dafür gibt, dass Ihr Kind die Hausaufgaben nicht anfertigen konnte, oder wenn Ihr Kind mit der Aufgabe nicht klargekommen ist. Faustregel muss hier sein: ein bloßes „Das konnte ich nicht!“ reicht in aller Regel nicht als Entschuldigung aus. Wir erwarten zumindest den Anfang bzw. den Versuch einer Lösung im Heft – möglichst durch ein paar erklärende Worte Ihrerseits ergänzt!

- Hausaufgaben sollten so gestellt sein, dass die überwiegende Mehrheit der Kinder sie im Normalfall ohne fremde Hilfe bewältigen kann. Eltern sind nicht die Hilfslehrer/innen der Nation! (Aber: Wenn Susi morgens im Unterricht geschlafen hat, wird sie auch eine angemessene Hausaufgabe vielleicht nicht ohne Hilfe bewältigen können!) Sollten Sie also ständig Probleme mit zu schweren Hausaufgaben erleben, nehmen Sie unbedingt Kontakt zur Lehrkraft auf.

- Hausaufgaben sollten in angemessener Zeit zu erledigen sein - wobei angemessen bedeutet, dass ein durchschnittlicher Schüler, der konsequent, ohne Ablenkung und Pausen arbeitet, nach dieser Zeit fertig sein sollte:

  •   In der Grundschule 30 Minuten und in den Klassen 5-10:   1 Stunde

Und wenn man trotzdem keine Hausaufgaben macht?

... gibt es Probleme!

Abgesehen von den üblichen „Strafmaßnahmen“ wie Zusatzaufgaben oder Nachsitzen machen sich die Lehrerinnen und Lehrer der Realschule regelmäßig Notizen, wenn Kinder ihre Hausaufgaben nicht anfertigen. Lehrer sind nicht verpflichtet, in jedem Einzelfall die Eltern über derartige Versäumnisse der Kinder zu informieren. Wenn bei Ihrem Kind mehrere dieser Einträge zusammengekommen sind, werden wir Sie schriftlich darüber in Kenntnis setzen. Sollte sich auch danach noch keine Besserung zeigen, werden wir Sie als Eltern in die Pflicht nehmen: So wie Sie durch Gesetz gehalten sind, Ihr Kind überhaupt in die Schule schicken, so müssen Sie sich auch um die Anfertigung der Hausaufgaben kümmern. Wenn Sie das völlig vernachlässigen, werden wir Sie in einem solchen Fall nach einer weiteren Mahnung über das Ordnungsamt mit einem Bußgeld aufrütteln.

Und bedenken Sie auch die weiteren Folgen, wenn für Ihr Kind die Schule schon mittags völlig endet: 

Nicht geführte Mappen in z.B. Biologie oder Erdkunde können als Leistungsverweigerung eine „ungenügende“ Note zur Folge haben.

Und schließlich kann jederzeit eine kurze schriftliche oder mündliche Überprüfung der Hausaufgaben stattfinden, z.B. ein Vokabeltest! – und dann hilft keine Ausrede, kein Hinweis auf die „vielen Fünfen und Sechsen auch bei den anderen“, wenn die Sache völlig „in die Hose gegangen ist“. (Für die Gesetzeskundigen unter Ihnen: die „30%-Regel“ findet hier keine Anwendung!)

Daher unser Appell an Sie: es gehört zum normalen Schülerdasein, nachmittags Zeit mit Lernen und Hausaufgaben zu verbringen. Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Kind scheinbar nie Hausaufgaben hat oder immer in wenigen Minuten fertig ist, sollten Sie sehr hellhörig werden. Lassen Sie sich das Hausaufgabenheft und die fertigen Hausaufgaben zeigen und nehmen Sie beim geringsten Zweifel Kontakt zu den Lehrkräften auf. Es geht um die Schulleistungen und damit auch um die Zukunft Ihres Kindes!

Wilhelm Raabe Schule Hameln
Jahrgänge 1-6:                        Königstraße 71  -  Tel. 05151 958131  -  FAX: 05151/95 81 34  -  E-Mail: ghs8@hameln.de
Jahrgänge 7-10 (außer HS 10): Lohstraße 9   -  Tel. 05151/202 13 45  -  FAX: 05151/92 45 57  -  E-Mail: wrs@hameln.de