Arbeit am Programm

Wilhelm-Raabe-Schule - Gemeinsam für morgen lernen!

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21.10.2015 16:58

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Erinnerungen an die konzeptionelle Arbeit zum Schulprogramm

Auswertung der Dienstbesprechung am 09.05.2006 zu einer ersten Situationsbeschreibung und Zielfindung –

Am 09.05.2006 war das Kollegium der Wilhelm–Raabe–Schule in einer Dienstbesprechung aufgerufen, sich kritisch zum Ist-Zustand der Schule zu äußern und zugleich wichtige Zielsetzungen für die weitere Entwicklung anzubahnen.
Beide Vorhaben liefen zunächst zeitgleich als Brainstorming ab, bei dem Bewertungen des Ist-Zustandes und Ziele für die weitere Entwicklung in Form von Schlüsselbegriffen auf Karten festgehalten und an der Tafel geordnet visualisiert wurden. Dabei wurden die Kritikpunkte nach positiv und negativ differenziert aufgelistet, während die Zielvorstellungen in thematischen Clustern angeordnet wurden.
In einem zweiten Schritt beurteilten alle Teilnehmer die Wichtigkeit der zunächst individuellen Statements, indem sie jeweils bis zu drei „Zustimmungspunkte“ verteilten.

Diese „spontane Selbstevaluation“ ergab folgendes Bild:
(Reihenfolge der Items nach Zustimmungspunkten)

1.      IST-Zustand

a.      POSITIV

                                                              i.      Beratung der Kollegen

·        durch selbst organisierte Supervision

·        durch Beratungslehrerinnen

·        „Wir-Gefühl“  - zumindest in kollegialen Kleingruppen

                                                            ii.      Tradition des Musikbereichs mit allen Facetten: Musikklassen; Zusammenhalt der Musikklassen; Musikfreizeiten; Leistungen des Orchesters; Öffentlichkeitswirksamkeit (Konzerte);

                                                          iii.      Englandfahrten

                                                           iv.      IT-Bereich

                                                             v.      Besondere Arbeitsgemeinschaften wie Rudern, Seniorenbetreuung etc.

                                                           vi.      historische Bausubstanz mit Flair

                                                         vii.      teilweise pointierte Lehrerpersönlichkeiten

b.      eher NEUTRAL

                                                              i.      WPK-Angebot abwechslungsreich aber nicht ausreichend

                                                            ii.      Traditionelle Stadtteilschule –
Heimatgefühl, aber auch eher problematisches Einzugsgebiet;
viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund;

                                                          iii.      Alte Bausubstanz – schön, aber häufig unpraktisch und unzulänglich (Sport!!); droht teilweise zu verkommen wegen unzureichender Erhaltung durch Schulträger;

                                                           iv.      Engagierte Lehrerinnen und Lehrer – aber zumeist Einzelkämpfer

c.      NEGATIV

                                                              i.      Zerrissenheit zwischen den Schulstandorten; Eingangsstufe nicht integriert; Schwieriges Zusammenwachsen der Kollegien von OS und RS;

                                                            ii.      Große Zahl arbeitsunwilliger Schülerinnen und Schüler

                                                          iii.      Belastung durch immer mehr Verwaltungsarbeit

                                                           iv.      Mangel an guten Schulbüchern

                                                             v.      Fehlender Konsens;

·        Kooperation zwischen verschiedenen Gruppierungen des Kollegiums schlecht;

·        Initiativen einzelner Kollegen werden wenig geschätzt;

·        Geschlossene Klassentüren;

·        Wenig verbindliche Absprachen;

                                                           vi.      Kommunikation zwischen Schulleitung und Kollegium ist verbesserungswürdig;

                                                         vii.      Ausstattung  der naturwissenschaftlichen Fachräume schlecht;

 

Bei der Definition der Ziele ergaben sich sehr unterschiedliche Schwerpunkte.
(Reihenfolge der Items wieder nach Zustimmungspunkten)

2.      Perspektiven für die weitere Entwicklung

a.      Stärkere Leistungsorientierung

                                                              i.      Klare Standards

b.      Konsequentere Erziehungsarbeit

                                                              i.      Teambildung / Jahrgangsteams

·        Gemeinsame Vorbereitung; parallele Tests

                                                            ii.      Mehr Konsens bei notwendiger Disziplin in der Schule

                                                          iii.      Umfassende Persönlichkeitsbildung

                                                           iv.      Gewaltprävention / Gewaltfreiheit

·        Lions Quest

·        Verantwortungsvolle Schülerinnen und Schüler

·        Schülerinnen und Schüler, die gern zur Schule kommen

c.      Offenere Unterrichtsformen

                                                              i.      Auflösung/Änderung der starren Pausenzeiten

                                                            ii.      Mehr Zeit für Schülerinnen und Schüler

                                                          iii.      Offene Klassentüren

                                                           iv.      Projektarbeit stärken

d.      Methodenkonzept

e.      Toleranz unter Kollegen; respektvoller Umgang untereinander;

                                                              i.      Vertrauensvolle Zusammenarbeit Schulleitung – Kollegium

f.        Stärkung des musischen Profils durch

·        weiteren Ausbau des Musikbereichs

·        Theater

g.      Lebens- und Berufswirklichkeit stärker in die Schule einbringen

·        Berufsorientierung; AWT;

h.      Weitere Schwerpunkte neben Musik schaffen; à Sport

i.        Bessere Ausstattung der Fachräume

Bei der Zusammenschau von kritischer Zustandsbeschreibung und gewünschten Perspektiven fällt besonders der Bereich der Kooperation ins Auge. Teils schwierige Schülerinnen und Schüler auf hohem Leistungsniveau zu unterrichten erfordert in besonderem Maße konsequente Erziehungsarbeit. Diese wiederum ist auf enge Kooperation zwischen Lehrerinnen und Lehrern angewiesen, die sich über Erziehungsziele und die dazu anzuwendenden Methoden und Konzepte einig sind.
Folgende Entwicklungsfelder genießen derzeit deutlich Priorität und erfordern Aktivitäten in den entsprechenden Bereichen:

· Entwicklung, Verbesserung, Kontrolle von Leistungsstandards

è      Konsequenzen: Fachkonferenzarbeit; Arbeitspläne; Methodenkonzept und Umsetzung in die Unterrichtsarbeit;

· Verbesserung und Vereinheitlichung der Erziehungsarbeit

è      Konsequenzen:
Konsens über Erziehungsziele und -methoden (à Schulprogramm / Leitlinien!);
bessere Kooperation; Teamarbeit; Gewaltprävention (à Präventionskonzept!)

 

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